Offene Drogenszenen im Wandel – Herausforderungen und Lösungsansätze für Polizei und Kommunen
Le séminaire
Offene Drogenszenen stellen Polizei, Kommunen und Hilfesysteme vor komplexe Herausforderungen. Sichtbarer Drogenkonsum, gesundheitliche Notlagen, soziale Verelendung und Konflikte im öffentlichen Raum berühren sowohl die Sicherheit und Lebensqualität der Bevölkerung als auch den Schutz suchtkranker Menschen. Welche Veränderungen prägen die Situation vor Ort? Und welche Maßnahmen können dazu beitragen, Belastungen nachhaltig zu verringern?
Das Seminar beleuchtet Entwicklungen des Drogenkonsums und ihre Bedeutung für polizeiliches und kommunales Handeln. Ein besonderer Fokus liegt auf Crack- und Mischkonsum sowie den damit verbundenen Herausforderungen für Einsatzkräfte und Unterstützungsangebote. Dabei werden gesundheitliche und soziale Problemlagen, konkrete Gefährdungen und das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung differenziert betrachtet.
Anhand deutscher und internationaler Fallbeispiele werden unterschiedliche Handlungsansätze untersucht. Die Erfahrungen aus Zürich dienen als Ausgangspunkt, um das Zusammenspiel von Konsum- und Anlaufstellen, sozialer Unterstützung, verbindlichen Regeln und polizeilichen Maßnahmen zu diskutieren. Im Mittelpunkt steht die Frage, welche Voraussetzungen solche Konzepte benötigen und welche Elemente unter den rechtlichen und organisatorischen Bedingungen deutscher Kommunen übertragbar sind.
Zentrale Themen sind:
- Entwicklungen und Dynamiken offener Drogenszenen, insbesondere im Zusammenhang mit Crack- und Mischkonsum
- Auswirkungen auf Einsatzgeschehen, öffentlichen Raum und Nachbarschaften
- Polizeiliche Handlungsmöglichkeiten zwischen Gefahrenabwehr, Strafverfolgung und Prävention
- Möglichkeiten und Grenzen von Drogenkonsumräumen, niedrigschwelligen Hilfen und aufsuchender Sozialarbeit
- Das Zürcher Modell und weitere kommunale Lösungsansätze
- Zusammenarbeit zwischen Polizei, Ordnungsbehörden, Gesundheitswesen und Suchthilfe
- Bewertung von Maßnahmen hinsichtlich ihrer Wirksamkeit, Akzeptanz und möglicher Verlagerungseffekte
Fachvorträge, Fallanalysen und moderierter Erfahrungsaustausch verbinden die Perspektiven der beteiligten Berufsgruppen. Die Teilnehmenden untersuchen typische Konfliktlagen, vergleichen kommunale Strategien und erarbeiten Ansatzpunkte für abgestimmtes Handeln. Dabei werden Zuständigkeiten, Informationswege und der Umgang mit unterschiedlichen institutionellen Zielen ebenso berücksichtigt wie die Kommunikation mit Anwohnenden und Gewerbetreibenden.
Ziel ist es, Entwicklungen offener Drogenszenen fundiert einzuordnen, Handlungsmöglichkeiten und ihre Grenzen zu beurteilen und konkrete Ansätze für die Zusammenarbeit vor Ort zu entwickeln. Öffentliche Sicherheit, die Entlastung betroffener Quartiere und die Unterstützung suchtkranker Menschen werden dabei als miteinander verbundene Aufgaben betrachtet.
Public cible
Das Seminar richtet sich an Fach- und Führungskräfte aus Polizei, kommunalen Ordnungsbehörden und Stadtverwaltungen, die mit offenen Drogenszenen und entsprechenden Einsatz-, Präventions- oder Planungsaufgaben befasst sind. Ergänzend angesprochen sind Beschäftigte aus Suchthilfe, Gesundheitsbehörden, Sozialarbeit und kommunaler Prävention.
Prérequis
Praktische Erfahrungen mit drogenbezogenen Problemlagen sind von Vorteil, besondere Fachkenntnisse werden nicht vorausgesetzt.
Compris dans le prix
- Séminaire et prestations pédagogiques
- Hébergement en chambre individuelle
- Pension complète, boissons du petit-déjeuner comprises
- Wi-Fi dans tout le bâtiment
- Navette depuis la gare d’Engelskirchen
Une arrivée la veille (petit-déjeuner compris) peut être ajoutée lors de la réservation.

